T O U R B L O G

Tour di pensionamento

28. Aug 2023

Tag 7 Noventa Vicentina

Einige Gelsen haben mich in dieser Nacht gequält, irgendwann vor Sonnenaufgang habe ich das Licht eingeschaltet und die Biester mit der elektrischen Moskito Keule unschädlich gemacht. Sehr praktisch, macht keine Flecken an der Wand ;-) Sonnenaufgang war heute überhaupt nur Wunschdenken, um 7 Uhr beim Blick aus dem Fenster grau in grau, Regen, und Donner in der Ferne. Vorsorglich das Regengewand hergerichtet und dann zum Frühstück, das überraschend umfangreich war. Ich war allein im Frühstücksraum, dessen Wände dem wie ich annehme 1.Weltkrieg gewidmet sind. Aufbruch um 9 Uhr, es regnet nur mehr leicht. Es geht gut voran bei 20 Grad Temperatur, viel mehr wird es an diesem Tag nicht mehr bekommen. Stark befahrene Strassen, manche davon ohne den geringsten Seitenstreifen, erfordern volle Konzentration auf den Verkehr. Aber es wird besser, an die 80% der heutigen Tour führen über richtige Radwege fern jeglichen Verkehrs. Auf einem Radweg, der sehr viele Kilometer lang und links und rechts von Bäumen und Sträuchern begrenzt wird, begegnet mir nicht ein einziger Mensch. Solche Wege wünsche ich mir, wenn es wieder heiss wird, aber dann ist Schatten meist rar. Dann erreiche ich eine aufgelassene Bahntrasse, ähnlich der Pontebbana aber ohne Tunnels und Brücken. Ich beschliesse die Regenjacke auzuziehen, da es nur mehr und nicht ständig leicht nieselt. Erst da bemerke ich, dass ich quasi im eigenen Saft geschmort habe, ich bin derart durchgeschwitzt, aber die Regenjacke ist trocken, zumindest aussen ;-) Eh niemand da, ich ziehe mich komplett aus und trockene Teile an, sehr angenehm! Ich fahre rasch weiter, denn schwarze Wolken von allen Seiten ziehen auf und der Wind legt zu. Bei einem Haus finde ich kurz Unterstand (Grazie) bis es etwas besser wird. Jetzt habe ich noch 30 km vor mir, und das schlechter werdende Wetter im Genick. Nach 95 km erreichte ich, natürlich wieder durchschwitzt, mein heutiges Ziel Noventa Vicentina, Hotel alla Busa, ehe das Gewitter mich einholte. Der Wettergott war mir dankenswert gnädig :-) Gegessen habe ich noch nicht, das hauseigene Restaurant öffnet erst um 19 Uhr, aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude....